Zulassung

Für die Teilnahme an einem Selektivvertrag benötigt der Arzt eine sogenannte Vertragssoftware (VSW). Diese Software umfasst die notwendigen Funktionen für die Teilnahme bereit und wird im Anforderungskatalog (kurz AKA) beschrieben. Jeder Hersteller einer Vertragssoftware muss also den quartalsweise veröffentlichten AKA umsetzen und das jeweilige HPM einbinden.

Das HÄVG Rechenzentrum ist mit dem Zulassungsverfahren beauftragt. Dieses Zulassungsverfahren prüft die vertragskonforme Umsetzung der Anforderungen des jeweiligen Selektivvertrages und endet bei positivem Verlauf mit Erteilung der Zulassung als Vertragssoftware. Der teilnehmende Arzt wird somit in die Lage versetzt, mit der aktuellen Vertragssoftware den jeweiligen Selektivvertrag umzusetzen.

Zuständigkeiten

Zuständig für das Zulassungsverfahren ist die HÄVG RZ GmbH, die von der HÄVG AG mit der Durchführung beauftragt ist. Die HÄVG lässt Vertragssoftware im Sinne des Selektivvertrages diskriminierungsfrei zu, wenn sie den von den Vertragspartnern (i.d.R. Krankenkasse und ärztlicher Landesverband) abgestimmten Anforderungskatalog erfüllt.

Zulassungsvoraussetzungen

Zulassungsvoraussetzungen für Softwarehersteller sind:

  • Der Abschluss eines Lizenzvertrages mit der HÄVG.
  • Der Softwarehersteller hat mind. die Anforderungen an Vertragssoftware für einen Selektivvertrag umgesetzt.

Zulassungsunterlagen

Die Softwarehersteller müssen bis spätestens zum Ablauf der Einreichungsfrist folgende Unterlagen, welche nach den Vorgaben der HÄVG RZ GmbH zu erstellen sind, einreichen:

  • Eine vollständig ausgefüllte elektronische Selbstauskunft über die umgesetzten Anforderungen des jeweils aktuellen Anforderungskatalogs.
  • Ein Begleitschreiben auf Basis der erstellten elektronischen Selbstauskunft
  • Auf Anforderung müssen Prüffälle einzelner Verträge – beispielsweise in Form von Screenshots – dokumentiert werden
  • Werden Korrekturlieferungen angefordert, müssen diese fristgerecht eingereicht werden.

Verfahrensregelungen

  • Vertragssoftware – Erstzulassung:
    Streben Vertragssoftwarehersteller eine Umsetzung der Verträge zur hausarztzentrierten Versorgung an, muss für diese zunächst eine Erstzulassung erfolgen. Eine Anmeldung erfolgt formlos spätestens 1 Quartal vor gewünschtem Auslieferungstermin an die E-Mail-Adresse: erstzulassung@haevg-rz.de.
    Die Art der Erstzulassung (Sicht- oder Ergebnisprüfung) wird dabei durch die Vertragspartner definiert.
  • HZV Vertrag – Erstzulassung:
    Die Vertragspartner entscheiden über den Umfang der einzureichenden Unterlagen.
    Hinweis für die Erstzulassung:
    Streben Vertragssoftwarehersteller eine Erstzulassung für die Verträge AOK Hessen HZV oder einer der Verträge zur wirtschaflichen Arznei- und Heilmittelsteuerung mit der KV MV an, dann bitten wir Sie den Antrag per E-Mail (zulassung@haevg-rz.de) spätestens 1 Quartal vor gewünschtem Auslieferungstermin Ihrer Software zu stellen.
  • HZV Vertrag – Folgezulassung:
    Der Hersteller ist bereits für einen HZV-Vertrag zugelassen.
    Bei einer Folgezulassung wird die Umsetzung aller Funktionen des aktuellen Anforderungskataloges überprüft.

Die geforderten Ergebnisse der Prüffälle werden nicht am Softwareprodukt, sondern anhand von zugesandten Daten, Screenshots von Eingabemasken, Meldungen und Protokollen überprüft. Bei Einführung wesentlicher Neuerungen innerhalb des Anforderungskatalogs kann eine Sichtprüfung als Teil der Folgezulassung durch die Vertragspartner festgelegt werden. Eine Sichtprüfung wird durch die HÄVG RZ GmbH in Absprache mit den jeweiligen Vertragspartnern vorbereitet und durchgeführt. Die Prüfung findet in den Räumlichkeiten der HÄVG RZ GmbH statt. Bei einer Sichtprüfung werden die geforderten Eigenschaften direkt am Softwareprodukt durch die HÄVG RZ GmbH überprüft. Die einzelnen Prüfschritte während der Sichtprüfung werden vorgegeben und die Ergebnisse dokumentiert.

Gegenstand aller Prüfungen ist im Wesentlichen die Überprüfung des Vorhandenseins und die korrekte Umsetzung der im Anforderungskatalog gestellten Anforderungen. Liegt eine fehlerhafte/fehlende Umsetzung vor, muss der Hersteller die Umsetzung nachbessern und die Korrektur nachweisen.

Veröffentlichung des Zulassungsstands

Die erfolgreiche Zulassung wird dem jeweiligen Vertragssoftwarehersteller per E-Mail bekannt gegeben.

Die Veröffentlichung der zugelassenen Softwareprodukte und der Vertragssoftwareanbieter, bei denen die Softwareprodukte bestellt werden können, erfolgt jeweils am Ende des ersten Monats des Quartals und ist jeweils aktuell auf der Internetseite des Deutschen Hausärzteverbandes unter http://www.hausaerzteverband.de/cms/Vertragssoftware.485.0.html abrufbar.

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