Wir stellen vor: Unser Trainee-Programm

Angesichts des Bedarfs an SoftwareentwicklerInnen auf dem Markt steht auch meist das HÄVG RZ vor dem Problem, das Personal in diesem Bereich Mangelware ist. Dazu kommt noch, dass hier Menschen mit einer Entwickler-DNA gesucht werden, um die Digitalisierung im Gesundheitswesen mit frischen Ansätzen und viel Kreativität voranbringen zu können.

Wie kam es zum Programm?

Zu Besuch am Berufskolleg.

Deswegen hat sich Teamleiter Daniel zusammen mit dem damaligen dualen Studenten Oliver vom HÄVG RZ und Personalreferentin Jessica von der HÄVG AG auf die Suche nach Nachwuchs gemacht. Sie besuchten die FHDW am Tag der Offenen Tür und diverse zukünftige Abschlussklassen, um das Berufsfeld Softwareentwicklung und das Rechenzentrum als Arbeitgeber vorzustellen. Das Recruiting-Team – bestehend aus Tobias, Paul, Jessica, Melina und Daniel – war außerdem bei Auftritten im Pitchclub und hat dort viele interessanten Gespräche mit Kandidaten geführt.

Fotoshooting für den Pitchclub.

Wie ist das Programm gestaltet?

Und das hat Früchte getragen: Es flatterten einige vielversprechende Bewerbungen ins Haus! Also hat sich das Rechenzentrum entschlossen in die Nachwuchsförderung einzusteigen: Mit einem eigenen Trainee-Programm! Daniel fungiert als leitender Mentor und betreut drei Jahre lang die dualen Studierenden und ein Jahr lang die Trainees. Dabei unterstützt ihn auch Sebastian, der den Trainees als Coach agile Arbeitsmethoden näherbringt und natürlich viele Kolleginnen und Kollegen im Haus, die ihr Fachwissen weitergeben.

Workshops mit den Kollegen gehen nicht ohne Pizza!

„Mir liegen Gestaltung und Wissensvermittlung am Herzen. Unsere Trainees sollen mit Eigenverantwortung wachsen. Dabei hilft es, wenn sie auch zur Übung tatsächlich anwendbare Tools entwickeln.“, erzählt mir Daniel. „Deswegen gibt es viele Workshops und Schulungen pro Woche, aber auch konkrete Projektphasen. Für die Projektphasen werden den Trainees Product Owner und Scrum Master zur Seite gestellt, um mit Scrum zu lernen, eine Lösung für den Kunden zu entwickeln.“ Aber das ist natürlich nicht alles, was es zu lernen gibt: Ganz maßgeblich für den Erfolg in der Softwareentwicklung ist nämlich die Teamarbeit. „Das ist der Grund, warum wir zum Beispiel jeden Freitag um 11 Uhr ein anderes Brettspiel aus dem Schrank holen und uns gemeinsam an einen Tisch setzen. Teambuilding ganz spielerisch eben.“

Freitags wird gezockt!

Nach Abschluss des Programms bzw. des Studiums sollte bei allen Teilnehmenden ein sogenanntes Full-Stack-Wissen vorhanden sein: „Rein nach dem Gedanken von DevSecOps sollen unser Trainess auch erfahren, was es neben dem ‚Develop‘ noch so gibt. Dazu erstellen wir virtuelle Linuxinstanzen und lernen, wie wir darauf unsere Anwendungen starten und überwachen können.“

Wer macht beim Programm mit?

Offiziell haben die ersten Nachwuchsentwickler letzten September begonnen; es sind aber noch ein paar vielversprechende Kandidaten dazu gekommen. Inzwischen zählt das Programm acht Mitglieder zwischen 19 und 30 Jahren und hat auch seinen eigenen Namen: Das Alpha-Team. Davon studieren drei Wirtschaftsinformatik mit den Spezialisierung Software Engineering an der FHDW in Bergisch Gladbach. Ich durfte Hildegard, Enrico, Felix, Kirill, Robin, Leo, Kai und Tobias mal besuchen und habe mit ihnen über ihre bisherigen Erfahrungen und Projekte gesprochen.

Zur Begrüßung gab’s ein kleines Willkommenspaket.

„Das Onboarding ist schon echt vollgepackt. Man könnte es glatt Druckbetankung nennen.“, erzählt Felix. „Man muss einfach verschiedene Dinge gleichzeitig lernen: Den Firmenkontext und den Bereich im Gesundheitswesen und dann noch das Coden selbst. Aber irgendwann kommt dann ein Aha-Effekt, den bringt die Zeit mit sich.“

Das ganze Alpha-Team sitzt gemeinsam in einem Raum, an zwei großen Tischinseln. Und ich sitze genau in der Mitte: Von überall her fliegen mir die Antworten zu. Worin sich alle einig sind: Die Kolleginnen und Kollegen haben sie sehr herzlich empfangen und man befindet sich in einem regelmäßigen Feedback mit Daniel und den anderen Involvierten des Programms. „Das heißt, hier ist erstmal nichts in Stein gemeißelt. Man möchte voneinander lernen, und das Programm bzw. die Betreuung der Studierenden auch immer weiter verbessern.“ Die offene Kritikkultur macht aber auch nicht vor dem eignen Arbeiten halt: „Alle zwei Wochen findet bei uns eine Retroperspektive im Team statt, da können wir über alles sprechen, egal ob’s was Technisches ist, oder ob Leo mal wieder zu laut Musik gehört hat.“, grinst Enrico. Diese offene Kritikkultur ist wichtiger Bestandteil in allen Entwickler-Teams; auch in anderen Teams und Abteilungen im Unternehmen werden mittlerweile immer öfter sogenannte ‚Retros‘ durchgeführt.

Das Alpha-Team.

Was macht das Alpha-Team den ganzen Tag?

Im Moment gibt es verschiedene Projekte: Enrico, Felix, Kirill arbeiten an einer Verbesserung des Herstellungsprozesses des HzV-Online-Keys, Hildegard schreibt eine Anwendung für die Suche in Datenbanken für den Third-Level-Support, Leo, Kai und Tobias programmieren einen Bot, der Benachrichtigungen verschickt, wenn bestimmte Berechnungen in anderen Programmen fehl schlagen, und Robin baut an einem Monitoring-Tool, dass an die 30 parallel laufende Microservices überwacht. „Es ist echt cool, dass wir so früh schon echte nützliche Dinge beitragen können. Das motiviert einfach.“, meint er. Um einen weiteren Einblick zu ermöglichen, ist das Rechenzentrum nun auch auf GitHub vertreten. Hier findet ihr Material aus den Workshops und ein paar Projekte der Studenten und Trainees.

Die Kollegen freuen sich täglich über die Fortschritte der Trainees und der Studierenden.

Wie soll es weitergehen?

Was erwarten sie für die Zukunft des Programms? Felix freut sich auf den Einsatz in den anderen Software-Teams. „Dann bekommt unsere Arbeit wieder andere Schwerpunkte.“ Auch Robin freut sich: „Ich möchte gerne lernen, richtig gute, widerstandsfähige Software zu bauen.“ Insgesamt ist die Stimmung im Team super positiv und bei allem Lernstress scheint es auch an Lachern nicht zu fehlen. „Wir haben schon einen hohen Trashtalk-Anteil beim Teambuilding.“, meint Daniel und grinst. Ob das stimmt, kann ich nicht beurteilen, schließlich war ich nicht dabei, aber was ich bestätigen kann: Hier im Alpha-Team unterstützen sich alle beim Wissenserwerb und der Durchführung ihrer Projekte. Da ist man doch gespannt, wie sich die Trainees wohl weiterentwickeln, oder?

Übrigens: Wenn ihr mal ein paar der MitarbeiterInnen kennenlernen möchtet, dann folgt uns einfach auf unseren Social-Media-Kanälen: Facebook, Twitter und LinkedIn.

Wartungsintervall am Mittwoch, 8.04.2020, ab 18:00 Uhr Wartungsintervall am Mittwoch, 22.04.2020, ab 18:00 Uhr
Über den Autor
Hannah Buchheister

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