Wir stellen vor: Unsere IT-Systemadministration

17. Juli 2019

Informationstechnik ist ja an sich schon für manche Menschen ein ziemliches Fremdwort, um das sich viele Legenden ranken, wie zum Beispiel, dass jeder Haustechniker auch gleichzeitig für die IT zuständig ist und das Software-Updates immer reibungslos durchlaufen. Außerdem ist es mit der IT ja meistens so: Man denkt erst darüber nach, wenn etwas nicht funktioniert. Kommt zur Informationstechnik noch der Zusatz „Systemadministration“ dazu, ist man erstmal überfordert. Was soll man sich denn unter diesem Begriff vorstellen? Ich habe mich mal in der Welt der Server auf Spurensuche begeben.

Einer unserer Serverräume.

Dafür habe ich mich mit Sebastian getroffen. „Erstmal geht es generell darum, dass alle Systeme, die irgendwas mit Informations- und Datenverarbeitung zu tun haben, an allen Standorten von uns funktionieren, damit die Kolleginnen und Kollegen arbeiten können“, erklärt er. Das leuchtet mir ein, aber welche Systeme sind denn das und was gehört alles dazu? „Wir kümmern uns um die Pflege und den Austausch der Server, um die Softwareclients der KollegInnen, um Updates und Back-Ups und zum Beispiel auch um Projekte wie der Umstellung der Betriebssysteme“, zählt Sebastian auf.

Ganz schön viele Server

In einem Rechenzentrum stehen natürlich, bei der Menge an Daten, die dort auflaufen, ganz schön viele Server. Diese müssen immer wieder repariert und alle drei bis fünf Jahre ausgetauscht werden. Bei einem Austausch eines Servers bedeutet das, dass auch alle darauf gespeicherten Programme und Daten umgezogen werden müssen. Damit die Abteilung direkt mitbekommt, falls mal ein Server ausfällt oder Probleme auftreten, läuft dort täglich 24 Stunden ein Monitoring-Programm, das die Serveraktivität überwacht. Während des Quartalsgeschäfts gibt es deswegen auch Bereitschaftsdienst wie bei der Feuerwehr. Inzwischen geht das dank Smartphone und VPN-Client ja ebenfalls aus dem mobilen Büro.

Nichts für Kabelphobiker.

Aber falls ein Server tatsächlich nicht mehr zu retten ist, stehen Back-Ups bereit: „Wir können Daten der letzten zwei Wochen rekonstruieren, falls das notwendig werden sollte. In einigen Fällen sogar die letzten drei Monate.“ Die IT-Systemadministration arbeitet dementsprechend auch eng mit dem Informationssicherheitsbeauftragten zusammen, zum Beispiel zur Vorbereitung auf die TÜV-Prüfung zur ISO 27001, dem Zertifikat für das Management-System der Informationssicherheit.

In unseren Serverraum kommt man ohne einen Systemadministrator nicht hinein.

Die Teams der Abteilung

Sebastian erzählt, dass ihre Abteilung sich in vier Teams aufteilt: Windows-Administration, Linux-Administration, die Netzwerkabteilung und das Helpdesk. An das Helpdesk können MitarbeiterInnen Tickets mit ihren IT-Problemen schicken, die dann abgearbeitet werden. Kann dort mal ein Problem nicht auf Anhieb gelöst werden, wandert es in eins der anderen Teams. Dort wird auch entschieden, welche Geräte und Applikationen angeschafft werden. Jedes Programm wird vor Einsatz auf seine Risikofaktoren untersucht. Könnten Datenklecks entstehen? Lässt sich die Software leicht pflegen? „Uns erreichen natürlich immer einige Anfragen für Programme, die die KollegInnen gerne hätten. Weil selbst installieren können sie die nicht. Wir prüfen erstmal, ob nicht schon ein ähnliches Programm mit der Funktion installiert ist, das vielleicht noch nicht entdeckt worden ist. Sowas dokumentieren wir auch genau. Sonst kann man die genutzten Programme nicht mehr überblicken.“, erklärt mir Sebastian.

Bewerbung und Einarbeitung

Deswegen sollte man sich bei einer Bewerbung in der IT-Systemadministration auch auf Schreibarbeit einstellen: „Dokumentation ist einfach sehr wichtig in unserem Job.“ Denn auch die anderen Kollegen aus der Systemadministration müssen ja auch bei so vielen Clients den Durchblick behalten. Dafür ist es in dieser Abteilung nicht essentiell, dass man programmieren kann. „Wir schreiben auch mal ein Skript zur Automatisierung, aber das ist keine Voraussetzung, um eingestellt zu werden.“ Da ist es schon wichtiger, dass man ein generelles Know-How für die IT mitbringt und bereit ist, sich zu spezialisieren. In dieser Abteilung ist nämlich Expertentum gefragt, Halbwissen ist da eher gefährlich. Aber auch hier gilt: „Man muss nicht direkt alles können, aber man muss wissen, wo es steht und wer sich kümmern kann.“

Giorgi und Sebastian bei der Arbeit.

Um herauszufinden, ob man ins Team und die Arbeit zu einem passt, hat man auch in der IT-Systemadministration die Möglichkeit, einen Tag zur Probe zu arbeiten, bei dem man einen kleinen Einblick in den Arbeitsalltag erhält. Derzeit arbeiten in der IT-Systemadministration elf Mitarbeiter. Es sind im Moment nur Männer. „Wir freuen uns über weibliche Verstärkung. Es gibt ja auch eine ganze Menge IT-Expertinnen, von denen wir noch was lernen können.“ Für alle neuen MitarbeiterInnen gibt es dann einen Einarbeitungsplan, über den man langsam in die Begebenheiten im Rechenzentrum eingelernt wird. Man bekommt einen Mentor an die Seite gestellt, der einem von Beginn an für Fragen zur Verfügung steht. Sebastian erzählt: „Ich arbeite zum Beispiel gerade Giorgi ein, er hat erst vor Kurzem bei uns angefangen. Ohne Mentor geht das auch gar nicht, da wir Mitarbeitern in Probezeit keine vollständigen Berechtigungen für die meisten Bereiche geben dürfen. Ich habe zum Beispiel mit einem Projekt zu einem Anti-Virus-Programm angefangen und kannte das Passwort dazu selber nie, konnte mich nur über eine Verknüpfung meines Kollegen damit verbinden.“

Und wie bekommt man in der IT-Systemadministration gesagt, dass man seine Probezeit bestanden hat? Richtig, man bekommt endlich Zugang zu allen Berechtigungen.

Beta-Anforderungskatalog für das 4. Quartal 2019 Anforderungskatalog Vertragssoftware für das 4. Quartal 2019
Über den Autor
Hannah Buchheister

Hannah Buchheister

Interessante Beiträge

Rückrufservice wir melden uns !

Sie möchten, dass wir Sie zurückrufen? Schicken Sie uns einfach Ihre Telefonnummer und wir rufen Sie so bald wie möglich zurück.