Ärzte

Die Hausarztzentrierte Versorgung soll eine neue Ära der Patientenversorgung einläuten, so heißt es. Doch was macht das HZV-System besser, als das bisherige KV-System? Und inwiefern können Ärzte von dem neuen System profitieren? Wir haben uns die Leistungen der HZV einmal genauer angesehen und die Vor- und Nachteile für Ärzte und ihre Praxen herausgesucht.

Das Grundkonzept der HZV

Für Ärzte wirbt die HZV mit besseren Verträgen, besserer Vergütung und vereinfachter Bürokratie. Dabei steht die ganzheitliche Patientenversorgung im Vordergrund und soll den besseren Austausch der Fachärzte untereinander ermöglichen. Der Hausarzt soll dabei als primäres Anlaufzentrum für den Patienten fungieren, bei dem alle Stricke zusammenlaufen und der bestens über dessen Behandlung und Medikation informiert ist. Auf Basis dessen soll die optimale Rundumversorgung des Patienten gewährleistet werden.

Die Vorteile einer Mitgliedschaft

Zugleich bieten sich den Hausärzten bei einer Teilnahme an der HZV zahlreiche Vorteile. Zunächst einmal profitieren sie von der versprochenen höheren Vergütung und langfristigen Verträgen, was vor allem Praxen in ländlichen Gegenden Sicherheit und Stabilität gibt. Der größte Vorteil liegt jedoch in der allumfassenden Entlastung des Hausarztes zur Gewährung optimaler Behandlungsergebnisse. Die spezielle HZV-Software vereinfacht dabei die Dokumentation und Patientenabwicklung mit den Krankenkassen. Auch Befunde von Fachärzten und anderen Institutionen laufen hier zusammen, sodass der Arzt einen Komplettüberblick über die Krankengeschichte seiner Patienten erhält. Die Kosten für die Software wiederum werden von der höheren Vergütung durch die HZV gedeckt.

Auch der Praxisalltag wird durch eine Teilnahme in der HZV zunehmend entspannter. So wird die ärztliche Entlastung durch Fachkräfte von der HZV aktiv gefördert. Eine spezielle VERAH (Versorgungsassistentin in Hausarztpraxis)-Vergütung refinanziert die Ausbildungskosten und sorgt für eine finanzielle Entlastung der Praxis. Die Fachkraft wiederum unterstützt den Arzt durch Hausbesuche und verbessert dadurch die praxisinternen Abläufe und die Patientenversorgung. Die Fachkräfte steigern zudem die Qualität der Praxis und gewährleisten eine optimale Patientenbetreuung und langfristige Zufriedenheit.

Teilnahme ist an Bedingungen geknüpft

Die Teilnahme an der HZV ist für die Hausärzte an verschiedene Bedingungen geknüpft. So ist der Hausarzt dazu verpflichtet, die Qualifikations- und Qualitätsstandards in der Praxis nach seinem Beitritt aufrechtzuerhalten. Um das zu gewährleisten, ist die regelmäßige Teilnahme an Schulungen und Weiterbildungen für den teilnehmenden Arzt obligatorisch und muss dementsprechend nachgewiesen werden. Auf diese Weise ist die Flexibilität des Arztes zwar eingeschränkt, gewährleistet gleichermaßen aber auch einen gehobenen Qualitätsstandard, der sich letztlich auch in der Patientenzufriedenheit niederschlägt.

Tatsächlich scheint es, als würde mit der HZV ein neues, optimiertes Versorgungssystem in die deutschen Praxen Einzug halten. Die Vorteile überwiegen dabei die Nachteile, welche sich hauptsächlich in der Bindung an Bedingungen zur Qualitätssicherung wiederspiegeln. Vor allem Praxen auf dem Land werden durch eine Teilnahme an der HZV gefördert, da diese auch in dünn besiedelten Gebieten Sicherheit und Stabilität für Hausärzte und ihre Patienten gewährleistet.

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